Logistik im Hamburger Hafen

Video: Arbeiten in luftigen Höhen – Containerbrückenfahrer im Hamburger Hafen Der Film zeigt den Arbeitsplatz eines Containerbrückenfahrers der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA). Von hier aus hat man einen guten Überblick über einen Teil des Hamburger Hafens. Der Arbeitsplatz von Soenke Greve liegt in 38 Meter Höhe. 

Wie ein Hafen funktioniert

Von Helge Stroemer

Häfen haben eine ganz eigene Faszination. Für die meisten Menschen ist es eine Arbeitswelt im Verborgenen. Dabei hängen allein in Hamburg und Umgebung 156.000 Arbeitsplätze direkt oder indirekt vom Hafen ab, bundesweit sind es 262.000. 
Doch die Schifffahrt steckt in einer Krise und das spüren die deutschen Häfen in Hamburg, Bremen und Bremerhaven, Wilhelmshaven, Lübeck oder Rostock. Die Branche hofft, dass die Flaute bald vorbei ist.

Über der Elbe liegt leichter Nebel. Um neun Uhr früh sind die Landungsbrücken in Hamburg noch menschenleer. Von der Werft Blohm + Voss dringt kein Geräusch herüber. Nur die Schraube eines Fährschiffs wirbelt das Wasser auf. Aus der Ferne sind die Docks und Containerbrücken zu sehen. 

Die meisten Hamburger und Besucher der Hansestadt kennen den Anblick der dicken Pötte und Containerbrücken nur aus der Perspektive der Hafenbarkassen oder vom Spaziergang entlang der ElbeWas an den Kais wirklich los ist, bleibt den meisten verborgen.

Die Ruhe an den Landungsbrücken an diesem Morgen täuscht. Denn im Hamburger Hafen wird Tag und Nacht gearbeitet. Die Schiffe werden in Hamburg auf den vier großen Containerterminals be- und entladen. Dafür sind in einem modernen Hafen spezielle Kenntnisse gefragt. Doch trotz einer immer voranschreitenden Technisierung der Arbeitsabläufe bedarf es in vielen Bereichen des Menschen, der die Arbeit bewältigt.

Ein Beispiel sind die Containerbrückenfahrer, die die dicken Pötte an den Kais der Containerterminals be- und entladen. Seit 25 Jahren arbeitet Soenke Greve bei der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA). Es scheint, als ob ihn nichts aus der Ruhe bringen kann. "Hektik habe ich mir schon in meiner Ausbildung abgewöhnt", sagt er. 

Für diesen Job brauche man außer einem kühlen Kopf, technisches Verständnis und ein gutes Auge, um die Entfernungen abschätzen zu können. 70 Tonnen hebt so eine 38 Meter hohe Brücke am Burchhardtkai. Wenn eine Schiffsluke 16 oder 20 Deckreihen hat, nimmt Greve auch zwei Container auf einmal mit.

Container - das wichtigste Transportmittel

Der Container ist das wichtigste Transportmittel in der Schifffahrt. In einen 6,06 Meter langen Standardcontainer (Twenty-foot Equivalent Unit, TEU) passen je nach Ausführung über 30 Tonnen Ladung. Fast alles passt in die Box: Spielzeug, Kaffeesäcke oder elektronische Artikel. 

Rund 97 Prozent aller Stückgüter verlassen und erreichen den Hafen in Containern. Wenn große Maschinenteile transportiert werden, besitzen die Transportplattformen keine Seitenwände und kein Dach. Dann sieht Greve, was er durch die Lüfte hebt: LKW-Chassis, Bagger oder Silobehälter.

Hier geht's zum zweiten Teil
Hinter dem Lagersystem an Land steht ein ausgeklügeltes System.

 

 

 

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