Öffentlichkeitsarbeit für den Hamburger Hafen

Voraussetzungen und Zukunftsaussichten, Teil 2

jobaspekte | hst

Welche Voraussetzungen muss ein junger Mensch für diesen Job mitbringen?

Man muss sich schnell in neue Themen einarbeiten können, braucht ein gutes Verständnis für Transportketten und logistische Abläufe, muss Fachinformationen auch für den Laien kurz und prägnant auf den Punkt bringen und generell Spaß bei der Arbeit mit Texten und Informationen haben. Der Umgang mit allen gängigen Office-Programmen ist eine Grundvoraussetzung. 

In deutscher und englischer Sprache sollte man fit sein. Und auch in Stresssituationen den Blick für das Wesentliche und die Konzentration nicht verlieren. Außerdem darf man nicht davor zurückschrecken, Präsentationen oder Vorträge zu halten. Bei all dem gilt eine ganz wichtige Grundregel: Immer freundlich und hilfsbereit sein.

Welche Aufstiegschancen bietet der Job? 
Durch die Arbeit in der Marketingorganisation lernt man generell jeden Tag viele interessante Leute kennen und erhält durch die notwendigen Recherchen für Presseartikel, Präsentationen oder während gemeinsamer Aktivitäten mit unseren rund 290 Mitgliedsunternehmen Einblicke in die Aufgabenfelder und Strukturen anderer Firmen. 

Ein gutes Netzwerk mit dem nötigen Vitamin B ist erfahrungsgemäß eines der besten Erfolgsrezepte für eine berufsmäßige Weiterentwicklung. Ich denke, im Prinzip stehen einem mit einer jahrelangen Berufserfahrung in der Hafen- und Logistikbranche ziemlich viele Türen offen.

Wie sieht es mit den Zukunftsperspektiven in der Branche aus?
Marketing wird meiner Meinung nach immer ein wichtiger Erfolgsfaktor für Unternehmen bleiben und da ist eine gute Presse- und Öffentlichkeitsarbeit das A und O. Medien beeinflussen die Gesellschaft in ihrem Kaufverhalten. Wenn das Produkt nicht bekannt ist oder einen schlechten Ruf hat, ist es schwer, es an den Mann zu bringen. 

Genauso verhält es sich mit dem Hafen und den Kunden aus der verladenden Industrie und Transportunternehmen, die die Planung der Logistikketten übernehmen. 
Es gibt so viele Häfen, über die man einen Zugang zum europäischen Markt erhalten kann, da ist es wichtig, für die Standort- und Qualitätsfaktoren des Hamburger Hafens zu werben, um Ladungsströme ökonomisch und ökologisch sinnvoll über Hamburg zu lenken.

Gibt es auch negativen Seiten? 
Man braucht manchmal schon eine dicke Haut und eine innere Gelassenheit, um mit manchen Kooperations- oder Dienstleistungspartnern und Projekten fertig zu werden. Da muss man schon häufig den Leuten ganz schön hinterherlaufen und für alle an alles denken oder sich im Zweifelsfall in letzter Sekunde doch selbst um alles kümmern. 

An manchen Tagen oder Wochen, wenn unzählige super eilige Journalistenanfragen auf einmal auf den Tisch prasseln, mehrere Deadlines für Texte oder Publikationen gleichzeitig ablaufen und man parallel dazu auch noch konzentriert 150 Seiten Hafenhandbuch Korrekturlesen muss, ist es schwer, einen klaren Kopf zu bewahren und nicht den Überblick zu verlieren. 

Aber das trifft wohl auf viele Jobs zu. Überstunden gehören heutzutage auch in der Marketing-Branche zum Normalen, aber wenn man sich gut strukturiert und organisiert, lassen sich die Überstunden auf ein paar Hochzeiten vor Projektabschlüssen oder Veranstaltungen ganz gut reduzieren. Solange 12-Stunden-Tage nicht zur Gewohnheit werden, ist für mich alles im Rahmen.

Was raten Sie jungen Menschen, die sich für diesen Beruf interessieren?
Einfach mal in den Sommerferien ein Praktikum organisieren, in dem man herausfinden kann, ob der Beruf wirklich was für einen ist.

Hier geht's zurück zum ersten Teil

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