Medien
Einblick

Schein und Sein in der Medienwelt

Von Luisa Tauschmann

Allein die Bezeichnung Medien scheint viele Studierende magisch anzuziehen. Doch der Zugang zu Berufen in diese Berufswelt ist nicht eindeutig geregelt. Häufig wird ein Hochschulstudium vorausgesetzt. Klassische Studienfächer sind Kommunikationswissenschaft, Journalistik, Publizistik oder Medienwissenschaft - und manchmal verbirgt sich hinter dem Begriff Medien auch nur heiße Luft.

Ob Reisejournalist für ein Reisemagazin, Autor einer Radioreportage oder Pressesprecher der Kulturbehörde - bei der Vielzahl an Medienberufen ist es schwierig den Überblick zu behalten. Genauso undurchsichtig wie das Berufsangebot, so unübersichtlich ist auch das Studienangebot

Deshalb ist es wichtig sich auf den Internetseiten der Hochschulen oder bei Informationstagen gründlich über die Inhalte der Studiengänge zu informieren, denn oft unterscheidet sich das Angebot der Unis erheblich.

Enttäuschungen vorbeugen
Zudem stecken nicht überall wo Medien drauf stehen, auch Medien drin. Viele Hochschulen haben in den letzten Jahren vor allem neue Medienstudiengänge geschaffen. Manchmal auch nur dadurch, dass sie zusätzlich die Bezeichnung "Medien" ergänzten, obwohl diese zum Teil nur herzlich wenig damit zu tun haben. 

Gibt man beim Online-Portal "medienstudienführer.de" den Begriff "Medien" in das Suchfeld ein, werden über 800 Studienfächer im Medienbereich an Fachhochschulen und verschiedenen Universitäten in Deutschland, Österreich und der Schweiz angezeigt.

Dieser Begriff scheint so magisch zu sein, dass immer mehr Studierende sich dadurch regelrecht anlocken lassen. Wenn sich erst im Laufe des Studiums herausstellt, dass alles nur heiße Luft war, dann ist die Enttäuschung besonders groß.

An den meisten Universitäten ist ein Medienstudium zulassungsbeschränkt. Die Auswahl erfolgt oft hochschulintern über den Numerus Clausus (NC). Da sich jedes Jahr viele Tausend Interessierte bewerben, kann der NC sehr hoch ausfallen. So lag er beispielsweise an der Universität Köln im Wintersemester 2012/13 im Fach Medienkulturwissenschaft bei 1,5.

 

Sich nicht entmutigen lassen oder gar an sich selbst zweifeln
Wer glaubt mit einem guten Studienabschluss, ein paar Praktika oder Erfahrungen im Ausland sei es getan, der irrt sich jedoch. Danach geht es erst richtig los - denn die Konkurrenz schläft nicht und die begehrten Volontariatsplätze sind hart umkämpft. Das Volontariat ist die eigentliche praktische Journalistenausbildung und dauert meistens 24 Monate.

Sich hohe Ziele zu setzen ist sinnvoll, allerdings sollte man sich auch nicht entmutigen lassen oder gar an sich selbst zweifeln, wenn es bei großen Verlagen wie dem Spiegel-Verlag oder bei öffentlich-rechtlichen Sendern nicht klappt.

Auch ein Volontariat bei einer kleinen Lokalzeitung kann ein guterEinstieg sein. Eine andere Möglichkeit ist das Medium zu wechseln und zum Beispiel zunächst für ein Onlinemagazin, statt für eine Zeitschrift zu arbeiten.

Die Medienbranche scheint eine aufregende und eine schillernde Welt zu sein.Regelmäßig Ausgehen, prominente Menschen treffen, viel Geld verdienen - das sind die ersten Assoziationen. Doch sie ist auch ein hart umkämpftes Pflaster. Viele Zeitungen stecken in der Krise, da die Anzahl der Leser sinkt. Deshalb werden Stellen abgebaut.

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Einblick

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