Reporter und Reiseschriftsteller Andreas Altmann

Ein Beispiel: als Quereinsteiger in den Beruf

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Es gibt neue, interessante Jobs in der digitalisierten Medienbranche. Und auch als Quereinsteiger findet man seine berufliche Erfüllung.

Das war auch vor dem Internet-Zeitalter nicht anders. Ein erstklassiges Beispiel liefert uns der Reporter und Reiseschriftsteller Andreas Altmann. 

Altmann arbeitete als Privatchauffeur, Anlageberater, Buchclubvertreter sowie Schauspieler und fand erst mit 38 Jahren heraus, dass er als Autor die Welt bereisen wollte.
Das Magazin GEO galt als die Topadresse für Reisreportagen. Nach einer Reise in den 1980er-Jahren schrieb er einen Bericht über eine lange Eisenbahnfahrt durch China. Er schickte die zwölf Seiten per Post - noch gab es kein Fax, kein Internet - nach Hamburg, zu GEO. Ohne Voranmeldung und ohne einen Redakteur dort zu kennen, und ohne vorher irgendetwas in einem anderen Magazin oder in einer anderen Zeitung veröffentlicht zu haben. Die Zeitschrift galt damals als Topadresse für die besten Reporter und Fotografen.

Und tatsächlich: Die Geschichte wurde in dem Magazin veröffentlicht. Es war der Startschuss für seine Karriere als Reporter und Reiseautor. Es folgten viele Veröffentlichungen in Magazinen (ZEIT, Stern, Focus, GEO) und Reisebücher. mehr über den Autor unter: www.andreas-altmann.com.

Reporter Altmann auf Reisen in Nairobi.

"Von der Sehnsucht getrieben, etwas Schönes in die Welt zu tragen"

Warum bist du selbstständig?

Weil ich es genauso halte wie mein stadtbekannter Kollege Sartre: "Ich kann weder befehlen noch gehorchen."

Wie bist du zu deinem Job gekommen?
Weil ich alles andere nicht konnte.

Aus welchem Grund hast du dich für diesen Beruf entschieden?
Weil ich ihn liebe. Weil er der einzige ist, für den ich einigermaßen tauge. 
Weil die deutsche Sprache das Schönste ist, was die Deutschen zustande gebracht haben. Weil er mich besänftigt, mich tröstet über die Verblödung der Welt.

Wie sieht dein Arbeitsalltag aus?
Umtriebig, diszipliniert, immer von der Sehnsucht getrieben, etwas Schönes in die Welt zu tragen.

Welche Voraussetzungen muss ein junger Mensch für diesen Job mitbringen?
Neu-GIER, social skills, Penetranz, die unheimliche Liebe zum Leben.

Welche Aufstiegschancen gibt es in diesem Job?
Einer der Besten zu werden.

Welche negativen Seiten hat dieser Job?
Ja, die gibt es: für die Muttersöhnchen und Tussis, die sich aus Versehen in diesen Beruf verirrt haben.

Kann ein Reporter heute noch so arbeiten wie in den Magazin-Reportagen in den 1980er-  und 1990er-Jahren in z. B. GEO?
Gewiss kann er heute nicht mehr so arbeiten wie ich Ende der achtziger Jahre, als ich anfing. Denn die Sucht, die rastlose Bereitschaft, das Volk zu verblöden, ist enorm gestiegen.




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