Einstieg in die Automobilindustrie

Arbeiten bei großen Automarken

Unternehmen in der Automobilbranche gehören zu den beliebtesten Arbeitgebern in Deutschland. Bei Herstellern wie Volkswagen, Daimler, BMW, Audi, Porsche, Opel oder Ford zu arbeiten - davon träumen viele Autobegeisterte.

Deshalb ist der Andrang groß. Bei Volkswagen zum Beispiel kommen "auf einen Ausbildungsplatz zehn Bewerber", so Hans-Rüdiger Dehning von der Konzernkommunikation (Personal/IT). Und das sieht bei Mercedes-Benz, BMW oder Porsche nicht anders aus.
Die Aussage des VW-Personalers ist wahrscheinlich noch untertrieben, da allein Audi (gehört auch zum VW-Konzern) über 100.000 Job-Bewerbungen pro Jahr (!) erhält. Und diese unglaubliche Bewerberflut läuft nur für die deutschen Standorte in Ingolstadt und Neckarsulm auf.

Automarken: beliebte Arbeitgeber

Warum sind die Autobauer als Arbeitgeber so begehrt? 
"Sie stellen ein sichtbares, fassbares High-Tech-Produkt her, das spricht Bewerber und Mitarbeiter an. Sie bieten hervorragende Bedingungen - vom Gehalt über flexible Arbeitszeiten bis zur Jobsicherheit", sagt Andreas Schwarz von der Karriereberatung von Rundstedt in einem Artikel des Magazins Focus Spezial.

Weiter heißt es dort: Der Erfolg der Autohersteller mache sich auch auf dem Kontostand seiner Mitarbeiter bemerkbar. Übertreffe der Gewinn eine bestimmte Marke, schüttet das Unternehmen einen Teil an die Mitarbeiter aus. So erhielt 2013 jeder Audi-Mitarbeiter zwei Monatsgehälter ausgezahlt - durchschnittlich 8030 Euro plus Zulage für die Altersversorgung. Die Premien bei anderen Automarken sahen ähnlich aus. 

Nicht abschrecken lassen
Die Bewerberschwemme sollte natürlich niemanden davon abhalten, sich trotzdem zu bewerben. Wenn der Traumjob nun mal Autodesigner ist, dann kann man das in der Regel nur bei einem Hersteller werden.

Außerdem wird bei den attraktiven Arbeitgebern immer nach talentierten Mitarbeitern gesucht. Die Personaler sprechen ja auch vom "war for talents". Jedes Unternehmen will schließlich die besten Mitarbeiter haben.

Die Unternehmen haben Webseiten, die sehr viele Informationen bieten, was für Berufe und Ausbildungsplätze es gibt und in welchen Bereichen Bedarf an Verstärkung herrscht. 

Alternativen in der Autobranche

Sollte es aber nichts bei einer der Automarken werden, bieten sich woanders Möglichkeiten. Es gibt viele Zulieferer, die ebenfalls interessante Jobs anbieten (z. B. Bosch-Gruppe, Continental, ZF Friedrichshafen AG, Thyssen Krupp). Hier gibt's eine Übersicht über die größten Automobilzulieferern: hier entlang...

Oder es bieten sich Jobs in der Logistik: Denn die Teile und Komponenten eines Fahrzeugs kommen oft aus verschiedenen Kontinenten und müssen rechtzeitig in der Reihenfolge des Einbaus direkt ans Montageband geliefert werden. Was einer logistischen Meisterleistung gleich kommt. Weitere Infos über die Logistikbranche finden sich hier: Bundesvereinigung Logistik…

Wir von jobaspekte finden, dass gerade die Unternehmen interessant sind, die sich mit zukunftsweisenden Technologien beschäftigen. Unternehmen, die zum Beispiel an Elektro- oder Hybridantrieben arbeiten und mit den Herstellern zusammenarbeiten. Häufig wird dies unter dem Begriff Nachhaltigkeit zusammengefasst.

jobaspekte / Helge Stroemer



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