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Frauenförderung in Unternehmen – ernüchternde Bilanz

erstellt von hst | 24.11.2013

Trotz der hohen gesellschaftlichen Aufmerksamkeit für das Thema werden Frauen in ihrem Beruf noch nicht hinreichend gefördert.

Zwar planen 54 Prozent der Unternehmen, den Anteil von Frauen in Fach- und Führungspositionen zu steigern. Aber laut dem aktuellen HR-Report 2013/2014 gestaltet sich die Wirklichkeit noch anders: 63 Prozent der Befragten sehen die Vereinbarkeit von Beruf und Familie als noch nicht realisiert an.

Mehr als die Hälfte (56 Prozent) gibt an, dass die klassischen Rollenbilder eine hohe Hürde darstellen. Es überrascht daher nicht, dass 60 Prozent der befragten Frauen angeben, Vorgesetzte akzeptierten keine gezielte Frauenförderung.


Vereinbarkeit von Familie und Beruf
Das größte Hindernis bei der Frauenförderung ist für 63 Prozent der Befragten, dass sich Beruf und Familie weiterhin nicht in Einklang bringen lassen. Hier fallen die fehlenden Kinderbetreuungsmöglichkeiten stark ins Gewicht (46 Prozent).

Bei der Frage nach den zentralen HR-Themen stehen wie in den Jahren zuvor die kulturellen Themen ganz oben. Eine nachhaltige Unternehmenskultur zu fördern und die Mitarbeiter zu binden, sind die beiden wichtigsten Themen.

Stark an Bedeutung zugelegt haben die Punkte "Flexibilisierung der Arbeitsstrukturen" und "Etablierung eines Talentmanagements" - Themen, die ebenfalls eng mit der Mitarbeiterbindung verknüpft sind. Weiterhin ganz hinten rangiert das "harte" Thema Vergütungsmodelle.

"Mitarbeiter zu binden, funktioniert nicht mehr ausschließlich über materielle Anreize oder klassische Karrierewege. Vielmehr geht es um interessante Aufgaben und ein fachliches Vorankommen im Beruf sowie um ein offenes Umfeld. Hier haben Unternehmen noch hohen Nachholbedarf", führt Klaus Breitschopf, Vorstandschef der Hays AG, aus.

Für den diesjährigen HR-Report 2013/2014 mit dem Schwerpunkt Frauenförderung wurden 550 Führungskräfte aus Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen aus dem deutschsprachigen Raum befragt.

Quelle: HR-Report des Personaldienstleisters Hays und des Instituts für Beschäftigung und Employability (IBE).
www.hays.de/studien

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