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Hamburger Hafen boomt und schafft neue Jobs

erstellt von Helge Stroemer | 19.08.2014

Während andere norddeutsche Häfen noch die Schifffahrtskrise spüren, läuft’s in Hamburg. Ein Rekordumschlag schafft Arbeitsplätze und Firmen suchen neue Mitarbeiter.

Foto: © HHM / D. Hasenpusch. Die "MOL Competence" liegt am HHLA Container Terminal Altenwerder.


Der maritimen Branche entsprechend formuliert, bekommt die Hafenwirtschaft nach den schlechten Jahren wieder kräftig Wind in die Segel – zumindest in Hamburg. Im ersten Halbjahr wurden 72,6 Millionen Tonnen Seegüter verladen. Das ist der stärkste Gesamtumschlag aller Zeiten und damit ein historischer Rekord. Im Vergleich zum Vorjahr wuchs der Güterumschlag in diesem Zeitraum um satte 6,6 Prozent.

Beim Containerumschlag erhöhte sich der Umschlag sogar um 6,8 Prozent auf 4,8 Millionen Standardcontainer (TEU). Mit diesem Aufwärtstrend konnten sogar die europäischen Konkurrenzhäfen ausgestochen werden. Im holländischen Rotterdam wuchs der Containerumschlag um 1,9 und im belgischen Antwerpen um 2,9 Prozent.

Mitarbeiter gesucht
Die positive Entwicklung, macht sich entsprechend auch auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar. Die Hafenwirtschaft suche gezielt Arbeitskräfte, sagt Ingo Egloff, Vorstand Hafen Hamburg Marketing e.V.

Die Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) stellte bereits Ende Juli 50 neue Mitarbeiter am Container Terminal Burchardkai ein und kündigte an, zusätzliche Mitarbeiter für das Container Terminal Altenwerder zu beschäftigen.

Der Personaldienstleister Gesamthafenbetriebsgesellschaft (GHB) schafft in diesem Jahr 60 neue Stellen, um die weiter wachsenden Umschlagmengen an den Stückgut- und Massengutterminals zu bewältigen. Auch andere Containerumschlagsbetrieb suchen. So will die Firma Buss weitere 20 Mitarbeiter einstellen.

"Die Hamburger Hafenwirtschaft stellt sich auf weiteres Wachstum ein und setzt dabei auch auf Ausbildungsplätze für den Nachwuchs, Qualifizierungsprogramme für Quereinsteiger und die kontinuierliche Weiterbildung vorhandener Mitarbeiter. Der Hafen bietet mit seinen vielseitigen beruflichen Anforderungen viele attraktive Chancen für den Berufseinstieg", sagt Egloff.

Niedersachsens Häfen schwächeln
Während es in Hamburg brummt, verzeichnen die Seehäfen Niedersachsens für das erste Halbjahr 2014 einen leichten Umschlagrückgang um 2 Prozent. Als Grund werden konjunkturelle Einflüsse im Massengutbereich genannt.

In Wilhelmshaven wurden mit 11,9 Mio. Tonnen rund 5 Prozent weniger Güter umgeschlagen. Vor allem der Rückgang bei Massengütern wie Rohöl sei dabei ausschlaggebend gewesen.
Am nach wie vor wenig ausgelasteten Container Terminal JadeWeserPort wurden nur 39.294 TEU verladen. Da ist es nur ein schwacher Trost, dass das Vorjahr noch schlechter war. Denn nur 15.080 TEU gingen im entsprechenden Vorjahreszeitraum über die Kaikante.

Quellen
Hafen Hamburg Marketing e.V. (HHM)
www.hafen-hamburg.de

Hansa – International Maritime Journal
www.hansa-online.de


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