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Lust auf MINT? Chancen für Frauen

erstellt von hst | 23.08.2013

Die Nachfrage nach einem MINT-Studium steigt, aber die Potenziale bei den Frauen sind noch nicht ausgeschöpft.


Ja, es gibt in den letzten Jahren eine steigende Studiennachfrage in den MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) zu verzeichnen. 
Allerdings werden in den MINT-Fächern wesentliche Fachkräftepotenziale aufgrund unterdurchschnittlicher Beteiligung von Frauen nicht ausgeschöpft. 

In der Wahl des Ausbildungsberufs ebenso wie in der Studienfachwahl in den MINT-Fächern zeigen sich deutliche geschlechtsspezifische Unterschiede. 
So entscheidet sich mehr als jeder zweite männliche Studienanfänger für ein MINT-Fach; unter den Studienanfängerinnen wächst zwar das Interesse, dennoch beginnt nicht einmal jede Vierte ein MINT-Studium.

Im internationalen Vergleich zeigt sich, dass eine ganze Reihe von Ländern – vor allem die osteuropäischen erfolgreicher darin sind, Frauen etwa für ein Ingenieurstudium zu interessieren

Die in Deutschland geringere Neigung von Frauen zu den Natur- und Ingenieurwissenschaften wird zum einen bereits in der Schulzeit angelegt.

Zum anderen spielt bei der Entscheidung von Frauen für oder gegen ein MINT-Fach eine Rolle, welche Aussichten in Bezug auf Karrierechancen und Vereinbarkeit von Beruf und Familie sie sich versprechen. Die Signale des Arbeitsmarkts sind hier wenig ermutigend.

Frauen in Deutschland sind im internationalen Vergleich in akademisch geprägten MINT-Berufen deutlich unterrepräsentiert und nehmen auch seltener Führungsaufgaben wahr als Männer.

Systematische Unterschiede in den Karrieremustern von Männern und Frauen in Deutschland führen in den MINT-Fächern wie allgemein zu einer kontinuierlichen Abnahme des Frauenanteils auf jeder höheren Karrierestufe des Bildungs- und Erwerbssystems.

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Quelle: Der diesjährige Bericht "Bildung und Qualifikation als Grundlage der technologischen Leistungsfähigkeit Deutschlands".
HIS-Instituts für Hochschulforschung (HIS-HF), Niedersächsische Institut für Wirtschaftsforschung (NIW) im Auftrag der Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) der Bundesregierung.
Schwerpunkt der Analyse: die wichtigsten Indikatoren zur Bildungs- und Erwerbsbeteiligung von Frauen in den Ingenieur- und Naturwissenschaften.

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