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Mietpreis-Check - Wo Wohnen am meisten kostet

erstellt von hst | 19.03.2014

In welchen deutschen Städten müssen Studierende am tiefsten in die Tasche greifen? Eine Studie zeigt, wie die durchschnittlichen monatlichen Mietbelastungen aussehen.

Tabelle: durchschnittliche monatliche Mietbelastung je Quadratmeter Wohnfläche und Warmmieten in deutschen Städten

 

Wenn man studiert oder gerade angefangen hat, zu arbeiten, dann fehlt meist das Geld, um große Sprünge zu machen. Ein wichtiger Faktor, ob man mehr oder weniger zur Verfügung hat, ist die Miete. Wenn eine hohe Miete dazukommt, dann wird’s schwer. Wie sieht es mit den finanziellen Belastungen aus?

Die Studienreihe "Fachkraft 2020", die von der Maastricht University im Auftrag von Studitemps im September letzten Jahres durchgeführt wurde, kommt zu folgendem Ergebnis. (Bundesweit haben über 19.000 Personen an der Online-Befragung teilgenommen.)

Für die Regulierung des Stresspegels am studentischen Wohnungsmarkt sind im Wesentlichen zwei Aspekte verantwortlich: erstens das Preisniveau. Zweitens die Verfügbarkeit, weil das studentische Wohnen von hoher Fluktuation geprägt ist – primäre "Tauschbörsen" sind hier die Semesterferien.

Umso unmittelbarer trifft die Studierenden ein Trend, der sich seit Jahren in zahlreichen deutschen Großstädten zu manifestieren scheint: steigende Mietpreise durch Wohnraumverknappung.
 
Studentischer Wohnflächenverzicht als Preisschraube?
Je teurer der Quadratmeterpreis, desto kleiner die Wohneinheit - und umgekehrt: Dieser einfachen Formel folgend, scheint das Gros der Studierenden die Wahl der Wohnflächengröße als eine Art Stellschraube zur Mietkostenregulierung anzusehen.

Dies gilt in vollem Maße für Hamburg, wo analog zum hohen Quadratmeterpreis die durchschnittliche Wohnungsfläche gering ausfällt. In Hamburg lebende Hochschülerinnen und Hochschüler leisten sich im Mittel lediglich 27 Quadratmeter. Bevorzugt wird dabei die eigene Wohnung, gefolgt von der Wohngemeinschaft.
Der Vergleich: In Berlin steht Studierenden mit durchschnittlich 32 Quadratmetern Fläche der bundesweit größte Wohnraum zur Verfügung (+19 % gegenüber Hamburg).

Nachgegangen wurde zudem der Frage nach den Arbeitsstunden, die Studierende je Bundesland investieren müssen, um sich pro Monat einen Quadratmeter Wohnfläche leisten zu können. Das zur Errechnung erforderliche Stundenlohnniveau Hamburgs liegt bei 9,78 Euro, der Quadratmeterpreis bei 15,20 Euro.

Das benötigte Arbeitsaufkommen beläuft sich auf 1,56 Stunden, was Studierenden der Hansestadt in dieser Kategorie erneut eine sehr ungünstige Platzierung im Länderranking einbringt.

Verglichen damit müssen Hochschülerinnen und Hochschüler in Sachsen am wenigsten für einen Quadratmeter Wohnfläche arbeiten. Hier stehen exakt 1,22 Stunden zu Buche (-22 % im Vergleich zu Hamburg).

Quelle:
STUDITEMPS GmbH
www.studitemps.de


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